Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann informiert sich über das Pilotprojekt „GeesteMobil“

 

Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann informierte sich am Dienstag bei Vertretern des Malteser Hilfsdienstes und der Gemeinde Geeste über das Pilotprojekt „GeesteMobil“. Hinter dem „GeesteMobil“ verbirgt sich ein ehrenamtlicher Fahrdienst zur Begleitung immobiler Bürger, bei dem die Begleitung hilfesuchender Bürger zur Erhaltung der eigenen Selbständigkeit im Vordergrund steht.

 

„Als uns der Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Weser Ems, Franz-Josef Sickelmann den Förderbescheid aus dem Programm für Demografie-Projekte übergab, waren wir alle sehr gespannt, wie sich das Projekt entwickelt. Und heute können wir feststellen, dass der Bedarf vorhanden ist. Mobilität und Teilhabe sind wichtig für die Menschen in der ländlichen Region“, kann Geestes Bürgermeister Helmut Höke berichten und ergänzt, dass das Pilotprojekt zur rechten Zeit in der Gemeinde Geeste begonnen wurde und dieses auch deshalb so gut angenommen wird, da die Verzahnung von Haupt- und ehrenamtlicher Tätigkeit gelungen sei.

 

So sieht es auch Octavie van Lengerich, Diözesanleiterin aus Osnabrück, die sich besonders über die Unterstützung der Gemeinde Geeste freut und betont, dass die Seniorenprogramme der Malteser auf ein aktives Leben im Alter ausgerichtet sein. Initiator Norbert Hoffschröer, Dienststellenleiter des Malteser Hilfsdienst der Stadtgeschäftsstelle Lingen, unterstreicht noch einmal, dass bei dem Projekt die Begleitung und nicht der reine Fahrdienst im Vordergrund steht. „Wir sind bestrebt, Zeit mit den Menschen zu verbringen“, berichtet Hoffschröer. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Unter anderem beinhaltet die Fördersumme auch die Kosten für hauptamtliche Tätigkeiten. Diese umfassen zehn Stunden in der Woche und werden von Britta Glasker ausgeführt. Sie kümmert sich vorwiegend um die Koordination der Fahrten.

 

„Mittlerweile haben wir elf ehrenamtliche Fahrer und in etwa 25 Fahrgäste“, freut sich Glasker und berichtet über ein erstes Ehrenamtstreffen. „Die Fahrer werden auch geschult. Neben einem kleinen „Erste Hilfe“ Lehrgang zählen auch Schulungen im Umgang mit Senioren oder auch mit dementen Personen zum Angebot“, so Glasker weiter. Die Fahrten führen oftmals zum Arzt oder zum Einkaufen, aber auch Fahrten zum monatlich stattfindenden Witwenstammtisch werden angefragt.

 

Besonders beeindruckt zeigte sich Albert Stegemann von den vielen ehrenamtlichen Fahrern, die sich bereit erklären, regelmäßig weniger mobile Menschen zu unterstützen. „Das Ehrenamt ist die Stärke des ländlichen Raums“, ist sich Stegemann sicher. „Das Projekt hat den Charakter von einem mobilen Mehrgenerationenhaus und erinnert an das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0“, so Stegemann weiter.

 

Das Koordinationsbüro befindet sich im Rathaus der Gemeinde und ist jeweils Dienstag und Donnerstag zwischen 09:00 Uhr und 13:00 Uhr besetzt. Telefonisch ist Britta Glasker unter der Nummer 05937 / 69183 erreichbar. Außerhalb der Öffnungszeiten kann aber auch per E-Mail an geeste.mobil@malteser.org Kontakt aufgenommen werden.

 

Die Teilnahme ist nach Voranmeldung im Koordinationsbüro kostenlos. Informationsflyer liegen zur Mitnahme im Rathaus der Gemeinde Geeste aus.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: GG)