In der „Ollen Bäckeräi“ zieht es nicht mehr

23 Neue Fenster für das 200 Jahre alte Gebäude

Die „Olle Bäckeräi“ mitten in Groß Hesepe ist nicht mehr aus dem Dorfleben wegzudenken: Hier treffen sich Mitglieder des Heimatvereins, Landfrauen oder Teilnehmer der Theatergruppe. Aber auch die Schulbäckerei im unteren Teil sowie der Mehrzweckraum werden rege genutzt. Nun sind jedoch die Holzfenster des 200 Jahre alten Gebäudes porös geworden und mussten ersetzt werden.

 

„Teilweise konnte ein Finger durch die maroden Fenster gesteckt werden“, berichtet Andreas Coppenrath, Vorsitzender des Trägervereins „Olle Bäckeräi e.V.“ und erzählt, dass im vergangenen Jahr rund 4.500 Gäste die Schulbäckerei besucht hätten. Aus diesem Grund möchte der Trägerverein auch weiterhin das Gebäude gut erhalten. „Der Mehrzweckraum wird seit drei Jahren auch als Trauzimmer genutzt“, ergänzt Coppenrath und verrät, dass hier noch keine Ehe, die hier eingegangen wurde, geschieden wurde. Für die Unterstützung der Maßnahme bedankt sich Coppenrath sowohl beim Landkreis, bei der Gemeinde Geeste sowie beim Amt für regionale Landesentwicklung und dem Naturpark Moor, als auch bei Hans-Josef Leinweber, der sich maßgeblich um die Umsetzung gekümmert hat.

 

„Hier schlägt das gesellschaftliche Herz des Ortes“, sagt Bürgermeister Helmut Höke über das Gebäude inmitten Groß Hesepes, welches so wichtig für die Dorfgemeinschaft ist. Insgesamt 23 Fenster wurden erneuert und der bisherigen Optik angepasst. Die Maßnahme kostete rund 15.000 Euro.

 

Kreistagsabgeordneter Dieter Rothlübbers betonte, wie wichtig es ist, nicht nur die Substanz eines Gebäudes zu erhalten, sondern auch das Haus mit Leben zu füllen. Die Unterstützung von kulturellen Vorhaben und deren Gebäude ist von Bedeutung für den Landkreis Emsland und daher sei er froh, dass diese Maßnahme umgesetzt werden konnte.

 

Mit dem europäischen Programm zur Förderung der Regionalentwicklung – LEADER 2014 bis 2020 – ist für das Einsetzen neuer Fenster auch eine Förderung von rund 6.800 Euro möglich geworden. Das Land Niedersachsen gewährt Mittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, Zuwendungen für die Umsetzung von Regionalen Entwicklungsstrategien im Rahmen von LEADER. Zweck der Förderung ist die Unterstützung einer ausgewogenen regionalen Entwicklung durch die Umsetzung regionaler Entwicklungskonzepte im ländlichen Raum, die der Region dabei helfen, den Übergang in eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. „Solche Baumaßnahmen fördert man gerne“, berichtet Wilhelm Sap vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems und zeigt sich über die vielfältige Nutzung des Gebäudes überrascht. Auch Martina Kramer, Regionalmanagerin der Naturparkregion „Moor ohne Grenzen“ ist davon überzeugt, dass die Maßnahme gut angelegt ist und freut sich über die gute Abwicklung des Projektes.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: GG)