Mehrere Pappeln und Weiden gefällt – Eichen stehen gelassen

Gemeinde Geeste führte Gehölzarbeiten durch

In der Gemeinde Geeste befinden sich verschiedene Windschutz- und Wallheckenanlagen. Von Zeit zu Zeit sind Pflegehiebe, das sogenannte „auf den Stock setzen“ erforderlich. Das auf den Stock setzen sollte etwa alle 15 bis 20 Jahre erfolgen, dabei werden die Gehölze bis auf den Stock zurückgeschnitten und zum Stockausschlag gezwungen, um die Hecke dicht zu halten. Die Äste bei älteren Gehölzen werden brüchig. Die Gehölze verdrängen sich in alten Hecken gegenseitig, dies führt dann zur Verkahlung der Windschutz- bzw. Heckenanlagen. Auch werden nicht komplette Windschutze auf einmal, sondern immer in Teilbereichen auf den Stock gesetzt, damit typische Heckenbewohner andere Abschnitte weiterbesiedeln können.

 

In der Gemeinde Geeste finden im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht regelmäßige Baumkontrollen statt. Diese Kontrollen stellen sicher, dass von einem Baum keine Gefahr ausgeht. Sollten Bäume nicht mehr stabil und standsicher sein, werden entsprechende Vorkehrungen getroffen, um Dritte vor herabfallende Äste oder Umsturz zu schützen.

 

In seinem Leserbrief vom 15.03.2018, veröffentlicht in der Meppener Tagespost, wirft Reiner Korth der Gemeinde Geeste Naturzerstörung in einer „zielstrebigen und konsequent vertraulich durchgeführten Aktion“ vor. Sowohl die Naturzerstörung als auch den Vorwurf der Heimlichtuerei weist die Gemeinde Geeste entschieden zurück.

 

Die Gehölzpflegemaßnahmen wurden sowohl im Planungs- und Bauausschuss besprochen als auch der Öffentlichkeit bereits seit Oktober 2017 angekündigt. Ein ausführlicher Hinweis stand über acht Wochen auf der Homepage der Gemeinde Geeste. Im Newsletter der Gemeinde Geeste vom 22. Dezember 2017 wurde ebenfalls auf die Maßnahmen hingewiesen, sowie am 19. Dezember 2017 in der Meppener Tagespost. Auch in dem von Herrn Korth genannten Lokalblättchen „Geeste Aktuell“ ist im Januar 2018 ein ausführlicher Bericht erschienen, mit den betroffenen Straßenabschnitten. […Im Rahmen der Gehölzpflegemaßnahmen sollen in der Verbindungstraße von Lehmkuhl zu Neustadt 15 Weiden gefällt werden. Diese sind morsch und brüchig und es sind in der Vergangenheit bereits Bäume umgekippt. Pappeln, die ihr Lebensalter erreicht haben, werden immer instabiler. Daher ist geplant, an der Straße Lehmkuhl 20 ausgewachsene Pappeln zu fällen…] So lautete ein Auszug aus der zuvor genannten Veröffentlichung.

 

Diese Maßnahmen wurden wie angekündigt durchgeführt. Es wurden entsprechend Pappeln sowie Weiden und keine Eichen, wie von Reiner Korth in seinem Leserbrief beschrieben, gefällt.

 

Die Gehölzpflegemaßnahmen im Bereich des Landschaftsschutzgebietes sind mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt worden. Die Arbeiten im Bereich Lehmkuhl wurden Mitte Februar durchgeführt und da zu den Pflegemaßnahmen ebenfalls das Anpflanzen von neuen Bäumen gehört, wurden in der vergangenen Woche 16 Stieleichen und Rotbuchen gepflanzt. Bisher wurden im Ortsteil Groß Hesepe insgesamt 30 Bäume neu angepflanzt, weitere Neuanpflanzungen folgen.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: Fotolia(c)byrdyak)