Vermeidung von Kunststoffen in der Biotonne

 

Dass versehentlich Müll in der falschen Tonne landet, kann passieren. Aber eine regelmäßige falsche Befüllung führt zu höheren Entsorgungskosten für alle Haushalte. Außerdem erschwert dies den nachhaltigen Umgang mit wertvollen Reststoffen.

 
Die Verunreinigung des Bioabfalls zu minimieren, um die Qualität der aus Bioabfall gewonnenen Komposterde und den Prozess der Energieerzeugung via Biogas zu verbessern, sollte daher im eigenen Interesse liegen. Kunststofftüten und Kunststoffsäcke gehören ebenso wenig wie andere Störstoffe, zum Beispiel Glas, Blumentöpfe oder Dosen in die Biotonne. Diese verrotten nicht und müssen mit erheblichem Aufwand aussortiert werden.

 

Grundsätzlich ist das Aufstellen einer Biotonne Pflicht. Wie groß diese sein soll, entscheidet jeder selber. Mit einem Antrag kann man sich vom Anschluss- und Benutzungszwang der Biotonne befreien lassen, wenn alle organischen Abfälle vollständig auf dem eigenen Grundstück kompostiert und der entstandene Kompost auf dem eigenen Grundstück verwertet werden kann. Entsprechend einer Empfehlung des Umweltbundesamtes ist dazu eine unversiegelte Gartenfläche, wie zum Beispiel Beete und gärtnerische Anlagen, von mindestens 50 Quadratmeter pro Bewohner erforderlich.

 

Die Eigenkompostierung stößt bei vielen Abfällen aus der Küche, wie zum Beispiel gekochte Essensreste, Knochen, Nussschalen, Schalen von Zitrusfrüchten, schnell an Grenzen. Da diese Abfälle nicht in die Restmülltonne gegeben werden dürfen, ist es sinnvoll, neben der Eigenkompostierung zusätzlich eine Biotonne zu nutzen.

 

In der Biotonne werden alle organischen Abfälle aus Küche und Garten gesammelt. Aus der Küche gehören Obst- und Gemüsereste, Kaffeefilter, Teeblätter, Eier- und Nussschalen, Küchenpapier und Papiertaschentücher aber auch Lebensmittelreste, verdorbene Nahrungsmittel und Fleisch- und Knochenreste hinein. Aus dem Garten kommen Rasenschnitt, Fallobst, Schnittblumen, Wildkräuter und Pflanzenteile hinein.

 

Flüssige Speisereste, Frittierfett, Asche, Tierstreu und Tierfäkalien und natürlich keine Störstoffe wie Glas und Kunststoff-Verpackungsreste gehören nicht in die Biotonne.

 

Weitere Informationen sind auch auf der Homepage des Abfallwirtschaftsbetriebs www.awb-emsland.de erhältlich. Nähere Informationen zur Verwertung des Biomülls gibt es auf der Homepage www.aus-biomuell-wird-kompost.de.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: Fotolia(c)Nicolette Wollentin)