Wegeseitenräume sollen als Kompensationsflächen genutzt werden

Gemeinde Geeste überprüft Wegerandstreifen

 

Die Gemeinde Geeste wird ab Mai über einen längeren Zeitraum Wegerandstreifen und Graben- und Wegeparzellen auf eine mögliche Nutzung als Kompensationsfläche hin überprüfen. Sie sollen für Eingriffe in Natur und Landschaft ökologisch aufgewertet werden.

 

Aufgrund des ständig wachsenden Flächenbedarfs, unter anderem auch für Kompensationsflächen, werden im Landkreis Emsland öffentliche Wegerandstreifen, die teilweise widerrechtlich in Anspruch genommen werden, für die Umsetzung von Kompensations- und Ökokontomaßnahmen genutzt. Durch diese Maßnahmen kommen auch die Kommunen ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach, durch das Anlegen linearer Gehölzstrukturen, eine Biotopvernetzung zu schaffen. Als Kompensationsflächen anerkennungsfähig sind dabei generell Grün- und Gehölzstrukturen sowie Sukzessionsflächen, die aus bisher landwirtschaftlich genutzten Wegeparzellen der Kommunen wieder hergestellt, beziehungsweise neu geschaffen werden.

 

Diese Naturschutzmaßnahme wird auch von der Gemeinde Geeste unterstützt. Durch dieses Projekt wird ansonsten brachliegendes Eigentum der Gemeinde einer förderlichen und ökologisch wertvollen Nutzung zugeführt. Zugleich werden die Eigentumsverhältnisse deutlich gemacht und die Kosten für den Ankauf von Kompensationsflächen minimiert. „Die eingesparten Mittel können anderweitig eingesetzt werden und entlasten zusätzlich den Gemeindehaushalt“, berichtet Wolfgang Thomalla von der Gemeinde Geeste.

 

„Ein Planungsbüro wurde beauftragt, gemeindeeigene Flächen und angrenzende Bereiche zu überprüfen“, berichtet Thomalla weiter. Im Rahmen dieser Überprüfung wurde festgestellt, dass im gesamten Gemeindegebiet etwa 100.000 m² Ackerrandstreifen sowie nicht mehr benötigte Graben- beziehungsweise Wegeparzellen widerrechtlich genutzt werden.

 

Mit der Maßnahme wird voraussichtlich im Mai im westlichen Gemeindegebiet begonnen. Die betroffenen Eigentümer werden vorab schriftlich mit einem Luftbild benachrichtigt und aufgefordert, die Grenzen festzustellen und deutlich sichtbar zu sichern. Anschließend erfolgt eine gemeinsame Prüfung der Grundstückssituation vor Ort, die auch dokumentiert wird. Die zukünftige Nutzung der gemeindeeigenen Flächen erfolgt in enger Abstimmung mit den betroffenen Eigentümern.

 

Für die Abwicklung der zeitintensiven Maßnahme ist ein längerer Zeitraum eingeplant. Sollten sich daher in der Zwischenzeit die Grundstücksverhältnisse, beziehungsweise die Eigentümer geändert haben, werden diese gebeten die Gemeinde zu informieren.

 

„Ich hoffe, dass alle betroffenen Grundstückseigentümer, auch im Interesse der Natur, das Verfahren kooperativ begleiten“ wünscht sich Wolfgang Thomalla. Für Fragen ist er telefonisch unter der Nummer 05937 / 69150 oder per E-Mail an w.thomalla@geeste.de erreichbar.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: GG)