Absage Ausstellungstournee #StolenMemory

 

Das Finale der Wanderausstellung #StolenMemory der Arolsen Archives sollte am 19. November auf dem Rathausplatz in Dalum stattfinden und wird nun auf Grund der aktuellen Pandemielage (COVID 19) abgesagt. Die Tournee wird im kommenden Jahr fortgesetzt und die Gemeinde Geeste hat sich erneut beworben. Der geplante Ausstellungstermin wird in den kommenden Wochen festgelegt und veröffentlicht.
 

Im Zentrum der Ausstellung stehen Plakate mit persönlichen Gegenständen von ehemaligen KZ-Häftlingen. In den Arolsen Archives befinden sich noch über 2.500 persönliche Gegenständen, sogenannte Effekten, von ehemaligen KZ-Häftlingen. Diese gehören NS-Verfolgten aus über 30 Ländern: Vor allem aus Polen, der ehemaligen Sowjetunion, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland. Viele von ihnen überlebten die Torturen der KZ-Haft nicht. Die Gegenstände, die überwiegend aus den Konzentrationslagern Neuengamme und Dachau stammen, gelangten in den 1960er in das Archiv nach Arolsen. Doch sie „gehören“ nicht dem Archiv, sondern werden seitdem an Überlebende oder Familien der Opfer ausgehändigt.

 

Die Wanderausttellung #StolenMemory dokumentiert diese Suche, die 2015 mit überraschendem Erfolg neu angestoßen wurde. Viele Freiwillige aus verschiedenen Ländern helfen nun dabei, die Familien zu finden. Interessierte können sich bereits vorab online auf www.stolenmemory.org über die Ausstellung informieren.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: arolsen-archives)