Befragung der Haushalte in der Gemeinde Geeste

Zensus 2022 

In der Gemeinde Geeste werden in der nächsten Zeit stichprobenartige Haushaltsbefragungen durch Erhebungsbeauftragte des Landesbetriebes für Statistik und Kommunaltechnologie Nie-dersachsen durchgeführt.

 

Was ist eigentlich der Zensus?

Der Zensus ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Durch die Ergebnisse des Zensus lassen sich zentrale Fragen beantworten, zum Beispiel wo Bil-dungs- oder Pflegeeinrichtungen benötigt werden, wo Wohnraum fehlt oder wie viele Menschen bald das Rentenalter erreichen. Die Ergebnisse des Zensus 2022 liefern somit wichtige Informationen und Planungsgrundlagen insbesondere für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

  
Die Erhebung wird auf Basis des Zensusgesetzes 2022 (ZensG 2022) durchgeführt und setzt die Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Juli 2008 über Volks- und Wohnungszählungen um, die alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu einem Zensus verpflichtet. 

   

Wer wird beim Zensus befragt?

Bundesweit werden ab dem Zensusstichtag 15. Mai 2022 stichprobenartige Haushaltsbefragungen durch Erhebungsbeauftragte des Landesbetriebes für Statistik und Kommunaltechnologie Niedersachsen durchgeführt. Alle Personen, die an den ausgewählten Anschriften leben, sind nach § 25 ZensG zu Teilnahme an der Haushaltsbefragung verpflichtet. Auch Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte werden in die Zensus-Befragungen einbezogen. Dort erfolgt eine Vollerhebung; dies bedeutet, es werden Daten zu allen dort lebenden Personen erhoben.

  

Die Erhebung wird durch Erhebungsbeauftragte mit Laptop durchgeführt. Sie haben extra einen amtlichen Ausweis, wurden in ihre Aufgaben eingewiesen und sind über alle Angaben zur Verschwiegenheit verpflichtet.

 

Bei der Gebäude- und Wohnungszählung befragt das Landesamt für Statistik in Niedersachsen etwa 2,5 Millionen Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnraum schriftlich. Hier werden keine persönlichen Befragungen durchgeführt.

   

Was wird gefragt?

Gefragt werden unter anderem allgemeine Angaben, wie zum Beispiel Geschlecht, Geburtsjahr, Familienstand, Angaben zur Erwerbstätigkeit und einer eventuellen Arbeitssuche, Angaben zur Aus- und Weiterbildung, Angaben zum Lebensunterhalt sowie im vierteljährlichen Wechsel Angaben zur Wohnsituation, zur Krankenversicherung, zum Pendlerverhalten und Fragen zur Gesundheit.

    

Wie wird ausgewählt?

Für die Befragung wird in jedem Jahr nach einem mathematischen Zufallsverfahren ein Prozent aller Wohnungen in Deutschland ausgewählt. Dieses Zufallsprinzip bei der Auswahl ist entscheidend dafür, dass aus den Angaben von nur einem Prozent der Bevölkerung auf die für die gesamte Bevölkerung zutreffenden Verhältnisse geschlossen werden kann. Stichprobenergebnisse sind aber nur dann zulässig, wenn die Auswahlanordnung genau eingehalten wird; so kann ein Haushalt nicht gegen einen anderen eingetauscht werden.

 

Keine Befreiung von der Auskunftspflicht!

Der Mikrozensus ist eine amtliche Erhebung, bei der der Gesetzgeber im Mikrozensusgesetz (MZG) für den überwiegenden Teil der Fragen eine Auskunftspflicht festgesetzt hat. Der Auskunftspflicht unterliegen alle Personen, die in der ausgewählten Wohnung einen Wohnsitz haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine Befreiung von der Auskunftspflicht grundsätzlich nicht möglich ist.

  

Pflicht zur Geheimhaltung!

Daten ausschließlich Rohmaterial für die Hochrechnung
Dieser Auskunftspflicht steht die unbedingte Geheimhaltungspflicht der Angaben seitens der amtlichen Statistik gegenüber. Sobald die erforderlichen Angaben im Statistischen Landesamt vollständig und richtig vorliegen, werden Namen und Anschrift von den eigentlichen Daten getrennt und vernichtet. In die Aufbereitung der Daten gehen – vollkommen anonym – nur noch die von Ihnen gemachten Angaben ein. Diese sind unverzichtbares „Rohmaterial“ zur Ermittlung der hochgerechneten Ergebnisse. Aus den hochgerechneten Ergebnissen sind keine Rückschlüsse auf die einzelne Auskunft und damit auf die vom jeweiligen Bürger gemachten Angaben mehr möglich.

  

Es kommt auf jede Auskunft an, auch auf die der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Bei dem geringen Stichprobenumfang wird jede Auskunft benötigt, wenn die hochgerechneten Ergebnisse die wahren Verhältnisse in der Bevölkerung widerspiegeln sollen. Bei nicht mehr Erwerbstätigen, besonders bei älteren Personen, fallen umfangreiche Fragenblöcke weg, etwa zur gegenwärtigen Erwerbstätigkeit und zur Arbeitssuche.

  

Informationen zum Mikrozensus finden Interessierte auch im Internet unter www.lskn.niedersachsen.de

 

 

(Fotos v.o.n.u.: Fotolia(c)adiruch na chiangmai)