Erster Spatenstich für die neue Kita „Bunte Vielfalt“ in Dalum

 

Mit dem offiziellen Spatenstich geben sich die Verantwortlichen der St.-Vitus-Werk GmbH und der Gemeinde Geeste nun den Startschuss für ein Vorhaben mit besonderem inklusiven Charakter: Die Kindertagesstätte „Bunte Vielfalt“ bietet Kindern unabhängig von ihren Fähigkeiten ein individuelles vorschulisches Bildungs- und Betreuungsangebot unter einem gemeinsamen Dach. „Hierzu finden sich drei Krippengruppen und zwei Regelgruppen, die nach Bedarf auch integrativ geführt werden können, sowie eine heilpädagogische Gruppe und eine Gruppe des Sprachheilkindergartens im Gesamtkonzept“, so Vitus Geschäftsführer Michael Korden. „Ergänzt wird das Angebot für Kinder und ihre Familien durch eine Außenstelle der Frühförderung sowie eine Praxis für Logopädie.“ Finanziell unterstützt wird das Projekt durch eine Förderung der Aktion Mensch.

 

Mit diesem neuen Angebot werden vor allem Begegnungsräume für Kinder und ihre Familien geschaffen. Jedes Kind besucht eine feste Gruppe und erhält dort entsprechende Bildungs-, Betreuungs- und Förderangebote. „Im Sinne von Inklusion bekommen die Kinder außerhalb der Gruppe die Möglichkeit, gemeinsame Zeit zu gestalten - im Spiel, beim Essen oder in vielfältigen Angeboten im Matsch- oder Bewegungsraum. Darüber hinaus möchten wir gruppenübergreifend gemeinsame Projekte gestalten“, erklärt Jutta Bielke, Leitung der Vitus Kindertagesstätten und ergänzt: „Unser Ziel ist es, dass die Kinder bis zur Einschulung in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können und Übergänge fließend gestaltet werden.“

 

„Gesamtangebot und Nutzungsmöglichkeiten in der Gemeinde Geeste sind vielfältig, daher ist der Name der neuen Kindertagesstätte „Bunte Vielfalt“ in unserer Gemeinde auch Programm“, berichtet Bürgermeister Höke und zeigt sich sehr erfreut über den Neubau einer Kindertagesstätte. In der Gemeinde Geeste stehen sechs Kitas zur Verfügung. Die eine Hälfte ist in kirchlicher Trägerschaft und bei den anderen tritt die Gemeinde als Träger auf. Bisher wurde die erhöhte Nachfrage nach Plätzen durch An- und Umbau abgefangen. „Mit diesem Projekt bauen wir auf Weitsicht, denn wir gehen davon aus, dass die Anmeldezahlen in kürzester Zeit weiter steigen werden“, informiert Höke.

 

Der Maßnahme viel Erfolg wünschte auch Kreistagsabgeordneter Dieter Rothlübbers. „Das Konzept ist einmalig und die Institution wird Seinesgleichen suchen“, ist sich Rothlübbers sicher.

 

Architektonisch wird das Konzept durch die Gliederung in drei Gebäudeteile komplett umgesetzt. Der Regelbereich einschließlich der Krippen verfügt über einen umbauten Raum von 5.516 m³ und eine Nutzfläche von 1.160 m². Rechts von dem Eingang wird in einem eigenständigen Baukörper die Frühförderung / Logopädie untergebracht mit einem Volumen von 1.150 m³ und einer Nutzfläche von 195 m². Auf der linken Gebäudeseite entsteht jeweils eine Gruppe sowohl für den Sprachheilkindergarten als auch für den Heilpädagogischen Kindergarten. Hier wird ein Volumen von 1.650 m³ mit einer Nutzfläche von 288 m² umgesetzt. Alle drei Gebäudeteile werden mit sich aufklappenden Pultdächern erstellt, so dass das Licht auch über diese Pultdächer noch zusätzlich in die Kindertagesstätte gelangen kann. Auch innen liegende Bereiche können über diese Pultdächer und den eingestellten Lichthof natürlich belichtet werden. „Der Name „Bunte Vielfalt“ findet sich im Entwurf wieder, denn im Gebäude soll Inklusion gelebt werden“, berichtet Architekt Christoph Becker.

 

 

 

(Fotos v.o.n.u.: GG, Becker Architektur & Ingenieure)