Finanzierung barrierefreier Umbau am Bahnhof Geeste steht

 

In den parlamentarischen Haushaltsberatungen zum Bundeshaushalt 2019 wurde beschlossen, den barrierefreien Ausbau am Bahnhof Geeste komplett durch den Bund zu finanzieren, teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann mit. „Mit dem Geld sollen die Bahnsteige in Osterbrock modernisiert sowie weitere Detailmaßnahmen umgesetzt werden. Die Planungen sollen zeitnah abgeschlossen werden, um dann mit den Baumaßnahmen beginnen zu können“, fasst Stegemann zusammen. Damit könne die Attraktivität des Bahnhofs deutlich gesteigert werden. Ein konkretes Datum für einen Baubeginn steht noch nicht fest.

 

Die Modernisierung am Bahnhof in Osterbrock soll über das Zu-kunftsinvestitionsprogramm (ZIP) umgesetzt werden. Bisher waren zwar die Mittel für die Planung der Projekte vorhanden, jedoch noch nicht für die bauliche Umsetzung. „Dies ändert sich jetzt mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses. Insgesamt werden wir in den nächsten Jahren, bis 2026 insgesamt 330 Millionen Euro in kleine Bahnhöfe investieren“, so Stegemann. Die Baumaßnahmen an Bahnhöfen werden zu 100% aus dem Bundeshaushalt finanziert. Die komplette Kostenübernahme stelle eine Ausnahme dar.

 

„Die Gemeinde Geeste hat das Projekt in Geeste mit großem Engagement vorangetrieben, das wird sich positiv auf eine zeitnahe Realisierung auswirken“, so Stegemann, der sich gemeinsam mit der Gemeinde Geeste in den letzten Jahren immer wieder an das Bundesverkehrsministerium sowie an die DB Station & Service AG gewandt hatte, um den Bahnhof zeitnah barrierefrei ausgestalten zu können. „An dieser Stelle möchte ich auch betonen, dass sowohl das Verkehrsministerium, als auch die Deutsche Bahn immer sehr offen für einen zeitnahen Umbau waren. Bisher fehlten aber das Geld und eine abgeschlossene Planung, Beides dürfte sich nun zeitnah ändern“, unterstreicht Stegemann.

 

„Wir konnten im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Landesnahverkehrsgesellschaft mbH Hannover und des Landkreises Emsland bereits den Bahnhof und das Bahnhofsumfeld in Osterbrock neugestaltet und aufwerten“, berichtet Bürgermeister Helmut Höke. „Mit dem Abschluss des zweiten Bauabschnittes ist zuletzt ein neues, funktionales und attraktives Umfeld mit weiteren Parkplätzen und einer barrierefreien Bushaltestelle geschaffen worden“, so Höke weiter und ergänzt, dass nur noch der barrierefreie Ausbau der Bahnsteige fehlte. „Umso erfreulicher ist nun die gute Nachricht, die Herr Stegemann überbracht hat“, freut sich der Bürgermeister über den Entschluss auch den Bahnhof Geeste barrierefrei umzubauen.

 

Rüder Kruse, Berichterstatter für Verkehr und digitale Infrastruktur im Haushaltsausschuss des Bundestages, informierte Stegemann über den bevorstehenden Haushaltsbeschluss. In diesem Zusammenhang betonte dieser, dass es eine der wichtigsten Aufgaben von Politik sei, jedem Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen – insbesondere, wenn er durch eine körperliche Behinderung in dieser Freiheit eingeschränkt ist. „Vor diesem Hintergrund war es uns als CDU und CSU ein Anliegen, hier einen Beitrag zu leisten und im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die vollständige Kostenübernahme für 118 zukünftige barrierefreie Bahnhöfe zu beschließen. Nicht zuletzt profitieren auch Familien mit Kinderwagen und Radfahrer von dieser Maßnahme“, so der Verkehrspolitiker.

 

Das Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP) wurde 2015 aufgelegt. Der Bund hat damit einen Planungsvorrat zur Verbesserung kleiner Bahnhöfe mit weniger als 1.000 Fahrgästen pro Tag geschaffen. Im aktuellen Planungsvorrat befinden sich 118 Bahnhöfe. Die Planungen für diese Bahnhöfe sollen bis 2021 abgeschlossen werden. Der Bundeshaushalt für 2019 wird in der kommenden Woche im Deutschen Bundestag beraten und soll am 23. November von den Parlamentariern beschlossen werden.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: k.A.)