Gastronomie in Zeiten von Corona

 

Die Gastronomie steckt in der Corona-Krise. Keine vier Wochen nach Lockerungen für Kneipen und Restaurants machen die ersten schon wieder zu. Bei strengen Abstandsregeln zwischen den Tischen, ausbleibenden Gästen und hohen laufenden Kosten lohnt sich der Betrieb finanziell oft gar nicht. Aber wie sieht es in der Gemeinde Geeste aus?

 

Auch die örtliche Gastronomie muss einen Abstand von mindestens zwei Metern zwischen den Tischen gewährleisten und jeder Gast zu jedem weiteren einen Abstand von 1,5 Metern. Das Personal muss während der Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Gäste sind verpflichtet vollständigen Namen, Anschrift und Telefonnummer zu hinterlassen, damit Infektionsketten nachvollziehbar bleiben. Spätestens einen Monat nach dem Besuch des Gastes werden die Daten wieder gelöscht. „Die Gäste sind alle sehr einsichtig und füllen die Kontaktzettel aus“, kann Emrah Percin vom Restaurant Anatolia in Klein Hesepe berichten. „Wir haben sogar Gäste, die ihre eigenen Kugelschreiber mitbringen, um das Kontaktformular auszufüllen“ berichtet Maria Aepken vom gleichnamigen Gasthof Aepken aus Dalum.

 

„Wir verzichten dieses Jahr auf unseren Betriebsurlaub, um die Zwangsschließung von acht Wochen etwas auszugleichen“ verrät Anita Gies vom Restaurant „Zur Krone“. Neu im Restaurant „Zur Krone“ sei jetzt das Angebot, Spargel Essen direkt vom Restaurant abzuholen und nach Hause mitzunehmen. „Etten för to Huus“ bietet auch der Gasthof Aepken an und das Restaurant Anatoli aus Klein Hesepe hat bereits vor der Corona-Krise auf den Onlineanbieter Lieferando gesetzt.

 

Eines haben alle Gastronomen gemein, der Umsatz ist spürbar niedriger geworden. Die Gäste sind noch sehr zurückhaltend, wenn es um Gastronomiebesuche geht. An den Wochenenden ist Zuspruch vorhanden, doch in der Woche ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr bei dem ein oder anderen Gastronom um die Hälfte eingebrochen. Bei gutem Wetter ist die Außengastronomie, Terrasse oder Biergarten, beliebt und gefragt. Empfehlenswert ist jedoch immer eine Reservierung, da durch die Einhaltung der Mindestabstände, weniger Tische als gewöhnlich zur Verfügung stehen. Während das Personal bei der Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen muss, werden auch Gäste gebeten eine solche bei Bewegung im Restaurant zu tragen und diese nur am Tisch abzunehmen.

 

„Mir ist bewusst, dass das Arbeiten unter solchen Bedingungen allen ein Höchstmaß an Einsatz abverlangt. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Arbeitsbedingungen für das Gastgewerbe kurzfristig wieder normalisieren“, so Bürgermeister Helmut Höke.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: Fotolia_Doris_Oberfrank-List)