Keine Osterfeuer in diesem April

Kontaktbeschränkungen lassen Brauchtumsfeier nicht zu 

Schon im vergangenen Jahr mussten die Osterfeuer wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Auch in 2021 können sie nicht stattfinden. Darauf verständigten sich jetzt die 19 emsländischen Kommunen und der Landkreis Emsland. „Angesichts der aktuellen Lage und der Entwicklung in der Corona-Pandemie ist es leider absehbar, dass unter den derzeit gültigen Corona bedingten Kontaktbeschränkungen keine Brauchtumsfeuer mit geselligem Zusammensein möglich sein werden“, betonen Landrat Marc-André Burgdorf und Matthias Lühn, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Hauptverwaltungsbeamten.

 

Sie weisen ebenfalls darauf hin, dass vor diesem Hintergrund kein Strauchschnitt für Osterfeuer gesammelt werden darf. „Grünabfälle, die beim Frühjahrsschnitt anfallen, sollten nach Möglichkeit auf dem eigenen Grundstück verwendet werden. Sie können auch über die Biotonne und auf sämtlichen Zentraldeponien und Wertstoffhöfen im Emsland ordnungsgemäß entsorgt werden“, betonen Burgdorf und Lühn.

 

So werden Grünabfälle aus privaten Haushalten auf den Wertstoffhöfen mit Grünabfall-Sammelplätzen in einer Menge von bis zu drei Kubikmetern angenommen, wobei der erste Kubikmeter gebührenfrei ist. Für größere Mengen fallen Gebühren an. Kleinmengen bis zu einem Kubikmeter können auf Wertstoffhöfen mit Grünabfall-Container gebührenfrei abgegeben werden. Mehr als drei Kubikmeter Grünabfall aus Privathaushalten und gewerbliche Grünabfälle werden auf den Zentraldeponien in Dörpen, Wesuwe, Venneberg und Flechum gegen Gebühr angenommen. Nähere Informationen unter https://www.awb-emsland.de/annahmestellen/wertstoffhoefe/

 

Die Verbrennung von pflanzlichen Abfällen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße geahndet werden. Es ist ebenso verboten, pflanzliche Abfälle im Wald oder der freien Landschaft zu entsorgen.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Osterbrock hatte bereits frühzeitig nicht nur Osterfeuer, sondern auch Maibaumaufstellen auf Grund von unklaren und mangelnden Planungssicherheiten abgesagt. „Wir bedauern diese Entscheidung sehr – halten sie jedoch in Anbetracht der aktuellen Situation für die Richtige“, so ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Osterbrock. Und auch Bürgermeister Helmut Höke hofft bald zu Brauchtumsveranstaltungen zurückkehren zu können: „Es ist eine vernünftige Entscheidung, die mich jedoch auch traurig stimmt. Unser kulturelles Leben mit all seinen Traditionen und Brauchtümern ist bereits viel zu lang zum Erliegen gekommen.“

 

 

 

(Fotos v.o.n.u.: Fotolia(c)Jan Engel)