Kooperationsvereinbarung für Schulverbund im mittleren Emsland unterzeichnet

Abgestimmtes Handeln der Bildungseinrichtungen

Das überwiegend ländlich geprägte Emsland steht im Sinn der Qualitätsförderung im Bereich der Bildung besonderen Herausforderungen gegenüber. So sind die Schulen vergleichsweise klein. Eine Zusammenarbeit in Form eines Schulverbundes als größere Einheit kann hier mehr Leistungen erbringen. Zu diesem Zweck schließen sich Schulen im mittleren Emsland nun zu einem Schulverbund zusammen. Er bildet mit seinen insgesamt elf Schulen mit einen der größten Verbünde im Landkreis Emsland.

 

Im Einzelnen sind dies die Oberschulen Geschwister-Scholl-Schule in Dalum, Anne-Frank-Schule, Kardinal-von-Galen-Schule und Johannesschule in Meppen, Bödiker Oberschule in Haselünne, Maximilianschule in Rütenbrock, Schule am See in Twist, Martinus-Oberschule in Haren sowie die Förderschulen Helen-Keller-Schule und Pestalozzischule in Meppen sowie Christophorusschule in Haren.

 

„Der Zusammenschluss soll die einzelnen Schulen stärken. Im Schulverbund können die Schulen ihre individuelle Entwicklung beibehalten und gleichzeitig als größere Einheit die Unterrichts- und Qualitätsentwicklung jeder Schule optimieren. So können Bedarfe besser erkannt, Angebote optimiert und Bildung im Emsland noch weiter verbessert werden“, betont Erster Kreisrat Martin Gerenkamp. Zusammen mit den jeweiligen Schulleitern, Dezernent Jan Heinemann von der Landesschulbehörde sowie Reinhard Janzen, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Arbeit und Soziales in Vertretung für die Gemeinde Geeste, Bürgermeister Werner Schräer (Stadt Haselünne), Bürgermeister Helmut Knurbein (Stadt Meppen), Bürgermeister Markus Honigfort (Stadt Haren), Bürgermeister Ernst Schmitz (Gemeinde Twist) stellte er die Kooperationsvereinbarung vor, die nun vorerst für ein Jahr gültig ist.

 

Aktivitäten wie Maßnahmen zur Berufsorientierung, Fachkonferenzen und Fortbildungen für die Lehrkräfte beispielsweise zum Thema Inklusion sowie die Entwicklung didaktischer Ziele und die Umsetzung pädagogischer Maßnahmen stehen nun auf einem gemeinsamen „Lehrplan“ und werden im Schulverbund effektiv umgesetzt.

 

Bürgermeister und Vertreter waren sich einig, dass für die Städte und Gemeinden als Schulträger, diese Verbünde von Vorteil sind, da die Kooperation der Bildungsträger wesentlich die Kommunikation miteinander und ein abgestimmtes Handeln aller Bildungsbeteiligten erleichtert.

 

Die Schulverbünde und die daraus entstehenden Bildungsverbünde sind in dieser Form einzigartig in Niedersachsen. Der jetzt geschlossene Verbund ist der 20. im Landkreis Emsland. „Jede Gründung eines Schulverbundes ist wichtig für die künftige Arbeit der Bildungsregion“, sagt Gerenkamp.

 

„Die Entwicklung der Bildungsregion Emsland kann man als ein Erfolgsmodell bezeichnen“, betont er. Mit der Aufnahme der Kindertagesstätten in die Bildungsregion im Jahr 2012 werden die Schulverbünde nach und nach zu Bildungslandschaften vor Ort ausgeweitet, das heißt, dass lokale Kitas, Grundschulen, Schulen und Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten und miteinander vernetzt sind. Damit endet Bildung nicht mit dem Verlassen der Schule, sondern geht bis in das hohe Alter. In Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel ist das „Lebenslange Lernen“ der Schlüssel für ein gelingendes Gemeinwesen.

 

 

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