Multikopterseminar bei der Feuerwehr in Osterbrock

Feuerwehr Drohne kann eingesetzt werden 

Immer mehr Feuerwehren entscheiden sich, eine Flugdrohne anzuschaffen, so auch die Feuerwehr der Gemeinde Geeste, die seit Juni über einen Multikopter verfügt. Verwendungsmöglichkeiten gibt es viele: von der Lageerkundung über die Personensuche bis hin zur Gefahrstoffmessung reicht das Einsatzspektrum einer Drohne bei der Feuerwehr. Damit diese fachgerecht eingesetzt werden kann fand am vergangenen Samstag ein Multikopterseminar mit zehn Teilnehmern der Feuerwehren aus Haselünne und Osterbrock statt. Denn beide Feuerwehren verfügen über einen Hexakopter mit Wärmebild- und Restlichtkamera.

 

Seminarleiter Oliver Hankofer (Hankofer Flight Training), vermittelt anschaulich theoretische Grundlagen, Luftrecht mit entsprechender Kartenkunde, Flugbeschränkungsgebiete sowie mögliche Ausnahmegenehmigungen, Besonderheiten und Sonderrechte beim Einsatz von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Günter Keiser (Ortsfeuerwehr Osterbrock), zeigte den Teilnehmern Möglichkeiten sowie Grenzen im BOS-Einsatz und selbstverständlich Praxisübungen. In diesen Flugübungen wurden verschiedene Figuren geflogen. Vom einfachen Rechteck, vorwärts und auch rückwärts geflogen, über Drehungen bis zum Flug einer perfekten acht, in dem ein Kreis im Uhrzeigersinn und gegen den Uhrzeigersinn geflogen wurde, konnten sich alle Teilnehmer am Multikopter ausprobieren. Diese Übungen bilden die Grundlage für eine sichere Bedienung des Einsatzmittels, es bedarf jedoch noch einiger Übung bis jeder Pilot alle Möglichkeiten der Steuerung beherrscht.

 

„Die Drohne ist leicht zu fliegen und wird mit GPS unterstützt“, sagt Keiser und erklärt, dass damit ein Einsatzgebiet automatisch mit einem Raster abgeflogen werden kann. „Die Anschaffung wird unsere Arbeit nicht nur erleichtern, sondern kann diese auch sicherer machen“, zeigt sich der Seminarleiter vom Einsatz einer Drohne überzeugt und freut sich, dass die Gemeinde Geeste den Kauf unterstützt hat. „Das ist nicht selbstverständlich“, weiß der Feuerwehrmann zu berichten, „denn eine Drohne, die den Ansprüchen der Feuerwehr entspricht, liegt schnell bei 4.000 Euro.“

 

Zukünftig soll der Multikopter die Lage bei unübersichtlichen Einsatzstellen, wie zum Beispiel bei Industrieanlagen sowie Wald- und Flächenbränden, erkunden. Zum Ende eines Brandeinsatzes können Glutnester aus der Luft besser erkannt werden. Mit einer Reichweite bis zu 1,6 km kann die Drohne bei der Personen- und Tiersuche mithelfen. Zur Unterstützung der Polizei bei der Dokumentation von Unfallspuren aus der Luft könnte die Technik ebenfalls zum Einsatz kommen.

 

Aus den Feuerwehren Haselünne und Gemeinde Geeste haben sich Gruppen für die Bedienung der jeweiligen Drohne gebildet. Auch zukünftig sollen gemeinsame Ausbildungen und Übungen absolviert werden, darin waren sich die Teilnehmer einig.

 


 

 

(Fotos v.o.n.u.: GG, GG, GG, GG, GG)