Was bedeuten die Lockerungen für die Gemeinde?

 

Die Niedersächsische Landesregierung hat angesichts der positiven Entwicklung des Corona-Geschehens einen Lockerungsfahrplan für die kommenden Wochen aufgestellt, wie auf dieser Grundlage schrittweise viele Einschränkungen reduziert werden können. Diese wirken sich auch auf das Leben in der Gemeinde Geeste aus und sollen in fünf Stufen vollzogen werden.

 

In der Regel sollte zwischen den Stufen genug Zeit liegen, um die Wirkung auf das Infektionsgeschehen erfassen zu können. Erst wenn die dann vorliegende Zahl der Neuinfektionen überschaubar bleibt und die Intensivkapazitäten perspektivisch weiter ausreichen werden, kann die nächste Phase eingeleitet werden.

 

Die geplanten Lockerungen setzen voraus, dass in allen Bereichen strenge Hygienevorgaben und Mindestabstände eingehalten werden. Mund-Nasen-Bedeckungen werden wohl in allen Stufen weiterhin Pflicht bleiben – beim Einkauf und in Bussen und Bahnen.

  

   

Direkte persönliche Kontakte bleiben weiterhin auf ein Minimum reduziert!

  

  
Kultur

  
Das Emsland Moormuseum hat wieder geöffnet. Allerdings gelten auch in Museen strenge Hygienevorgaben und die Mindestabstände müssen eingehalten werden. So sind ebenfalls Mund-Nasen-Bedeckungen Pflicht – eben auch beim Museumsbesuch.

 

In jedem Fall bleiben bis Ende August Veranstaltungen mit 1.000 und mehr Teilnehmern verboten. Unabhängig von der Anzahl der Teilnehmenden sind alle Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Schützenfeste und ähnliche Veranstaltungen verboten. Auch der Besuch dieser Großveranstaltungen ist verboten.

   

   

Kita und Schule

  
Ab sofort ist es auch in der Gemeinde Geeste möglich, dass private Betreuung für bis zu fünf Kinder organisiert werden darf. Die Betreuung ist auf Tagesabschnitte beschränkt und der Betreuungszeitraum darf nicht länger als drei Monate betragen. Die betreuten Kinder dürfen insgesamt aus höchstens drei unterschiedlichen Hausständen stammen. Die Betreuung muss dokumentiert werden, damit eine etwaige Infektionskette nachverfolgt werden kann. In den nächsten Phasen wird die Notbetreuung sukzessive ausgeweitet, von derzeit sechs auf zunächst zehn Prozent landesweite Betreuungsquote bis zum 18. Mai 2020, danach eine Steigerung auf bis zu 40 Prozent Betreuungsquote bis zum 6. Juni 2020, anschließend auf bis zu 50 Prozent.

   

  

Sport und Freizeit

   
Die Zahl der Begegnungen im halböffentlichen Raum wird sich durch die Öffnung der Außensportanlagen insgesamt erhöhen. Der Betrieb und die Nutzung öffentlicher und privater Sportanlagen im Freien zur Ausübung von kontaktlosem Sport und einem ständigen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen ist wieder möglich. Allerdings bleibt die Nutzung von Umkleideräumen und Duschen weiterhin untersagt. Alle Indoor-Sportanbieter müssen sich noch mindestens bis zur dritten Stufe, also bis Ende Mai gedulden, ebenso die Freibäder

    

       

Zudem sind Besuch und Nutzung einer der vielen Spielplätze im Freien durch Kinder bis zum 12. Lebensjahr unter Aufsicht einer volljährigen Person zulässig. Dabei muss auch hier auf den Mindestabstand geachtet werden.

    

    

Gastronomie und Touristik

    
Bereits in Stufe zwei, also ab 11. Mai, sollen Restaurants und Cafés wieder langsam öffnen können, wenn auch zunächst nur mit einer Auslastung von 50 Prozent und unter Wahrung der Vorschriften zu Abständen und Kontaktbeschränkungen. Ein gemeinsamer Gaststättenbesuch soll jedoch nur im Rahmen der allgemein geltenden Regelungen zu Abstand und Kontaktbeschränkungen möglich sein. Überall in der Gastronomie müssen Hygienekonzepte vorliegen.

 

Ab Mitte Mai sollen in einer zweiten Stufe Ferienhäuser oder Ferienwohnungen wieder angemietet werden können. Campingplätze werden dann auch für vorübergehende Aufenthalte geöffnet werden – allerdings zunächst nur mit einer 50-prozentigen Auslastung, und einer Wiederbelegungssperre von mindestens sieben Tagen. Die 50-Prozent-Regel gilt dann auch für die rechtzeitig zu Pfingsten wieder zu öffnenden Hotels und Pensionen. Auch hier sollen rasche Wechsel von Gästen ebenso verhindert werden, wie allzu viele Begegnungen in geschlossenen Räumen.

   

    

Kirche

   
Zusammenkünfte in Kirchen, einschließlich der Zusammenkünfte in Gemeindezentren und gemeintlichen Einrichtungen zur Unterweisung und Vorbereitung von Personen auf religiöse Feste und Ereignisse wie zum Beispiel Erstkommunion, Firmung oder Konfirmation sind zulässig, wenn sichergestellt ist, das jede Person beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt in der Einrichtung einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, einhält. Die Nutzung von Gegenständen durch mehrere Personen, insbesondere die Nutzung von Gesangsbüchern, Weihwasserbecken, Sammelkörben und Messkelchen, ist untersagt.

     

    

Handel und Dienstleistungen

     
Die Begrenzung der Verkaufsflächen auf 800 qm entfällt. Auch Autowaschanlagen dürfen wieder genutzt werden.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: Bild von Vektor Kunst iXimus auf Pixabay)