Ortsfeuerwehr Osterbrock erhält Katastrophenschutzfahr-zeug

Offizielle Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeugs 

Über ein neues Katastrophenschutzfahrzeug, ein LF20 KatS, freuen sich die Kameraden der Ortsfeuerwehr Osterbrock. Die Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeuges erfolgte am vergangenen Freitag mit prominenter Beteiligung vor dem Feuerwehrhaus in Osterbrock.

 
„LF20 KatS“ bezeichnet ein Löschgruppenfahrzeug mit einer Pumpenleistung von 2.000 Litern pro Minute, das dem Katastrophenschutz zuzurechnen ist. „Wir haben das Fahrzeug seit dem 10. Februar und planen die Inbetriebnahme ab April-Mai. Bis dahin müssen Fahrer und Feuerwehrleute, zu denen übrigens auch Frauen gehören, für dieses Fahrzeug ausgebildet werden. Das Vorgänger-Fahrzeug ist bereits 33 Jahre alt. Jetzt haben wir stattdessen eine deutlich umfangreichere und modernere Technik mit eigenem Stromerzeuger und stärkerer Pumpe“, berichtet Gemeindebrandmeister Günter Keiser und ergänzt: „Wir können damit Wasser zum Löschen aus Gewässern ansaugen. Mit der Ausstattung ist eine Wasserförderung mit einer Wegstrecke von 600 Metern möglich. Mit zusätzlichen Schläuchen lässt die sich noch weiter verlängern.“

 

Der 270 PS starke Mercedes eignet sich ebenso für großflächige Vegetations- und Industriebrände wie auch für das normale Einsatzgeschehen. Über 300 solcher Fahrzeuge hatte der Bund den Ländern im Zuge des Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt. Die Länder haben ihrerseits diese Fahrzeuge an die Landkreise verteilt. Zu den Gästen zählten die Mitglieder des Bundestages Albert Stegemann (CDU), Daniela De Ridder (SPD) und Jens Beeck (FDP). Das Land Niedersachsen wurde durch Bernd-Carsten Hiebing (CDU Landtagsabgeordneter) vertreten, während Landrat Marc-André Burgdorf als Vertreter des Landkreises Emsland erschienen war.

 

„Eigentlich ist hier der gesamte Staat vertreten“, freute sich Geestes Bürgermeister Helmut Höke in seiner Ansprache. „Ich bedanke mich bei allen, die sich für das neue Katastrophenschutz-Fahrzeug eingesetzt haben. Eigentlich kommt das Fahrzeug aus dem Zivilschutz. Das alte Auto ist im Besitz der Gemeinde Geeste und kann nun verkauft werden. Wir sind sehr stolz auf unsere Feuerwehr, die immer eine gute Arbeit gemacht hat. Dazu gehört auch die gute Nachwuchsarbeit“, erläuterte Höke. Auch Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff brachte seine Freude über das neue Gefährt zum Ausdruck, betonte aber, dass trotz der über 300 vom Bund gekauften Fahrzeuge, in Niedersachsen noch 80 Stück fehlen. „Bei uns im Emsland gibt es noch Bedarf in Lathen, Bawinkel und Meppen“, betonte Dyckhoff.

 

Lobende Worte für die Feuerwehr hatte auch Landrat Burgdorf parat: „Ihr seid auch in der schwierigen Corona- Situation mit all ihren Einschränkungen und Problemen einsatzbereit. Das ist eine Leistung, die einen Applaus verdient.“ Abschließend brachte Ortsbrandmeister Burkhard Kalmer seine Freude über das neue Fahrzeug zum Ausdruck: „Ich nutze diese Gelegenheit gerne, um mich zu bedanken für das Vertrauen von Bund, Land und Kreis in unsere Feuerwehr und dafür, hier überhaupt ein Katastrophenschutz-Fahrzeug zu stationieren. Katastropheneinsätze bedeuten meist Einsätze über mehrere Tage. Wir sind mit diesen Aufgaben, die sich bei den vielen Hochwassern oder Moorbränden in den vergangenen Jahren gezeigt haben, gewachsen und stehen jederzeit bereit." Das Fahrzeug sei in gute und verlässliche Hände gegeben worden.

   

  
  
      

 

 

(Fotos v.o.n.u.: GG, GG)