Peter Ramsauer besucht PSI in Dalum

 

Deutschland möchte möglichst schnell von russischen Gaslieferungen unabhängig werden. Ob das zu schaffen ist, hängt vor allem davon ab, wie schnell eine neue Infrastruktur für den Import von Gas aufgebaut werden kann. Wenn es um den Bau von LNG-Terminals geht, ist jedoch meist von Wilhelmshaven, Stade und Brunsbüttel die Rede. Es gibt aber auch eine Reihe von Unternehmen in der Region, die für den Erfolg des Vorhabens mitverantwortlich sein könnten. Der ehemalige Verkehrsminister und Bundestagsabgeordnete Peter Ramsauer ist seit 2018 Aufsichtsratsvorsitzender der Unternehmensgruppe Streicher, die vor allem im Rohrleitungs- und Anlagenbau aktiv ist. Anfang der Woche hat Peter Ramsauer die Unternehmenstochter PSI Pipeline Services International GmbH & Co. KG (PSI) in Dalum besucht.

 

Begrüßt wurde Ramsauer von Heinz-Dieter Altevers, Geschäftsführer von PSI, und Bürgermeister Helmut Höke. Das Unternehmen konzentriert sich auf Dienstleistungen im Rohrleitungsbau. Dazu gehören Druckprüfungen, Verpumpung und Organisation intelligenter Molchungen, die chemische und mechanische Reinigung von Rohrleitungen, Geometriemolchungen und Trocknungen.

 
Die Energiewende und das Vorhaben sich von Erdgaslieferungen unabhängig zu machen ist eine gewaltige Umstellung und PSI kann einen großen Teil zu dieser Umstrukturierung beitragen, berichtet Ramsauer und merkt an, dass sich diese Vorhaben in Zukunft auszahlen werden.

 
Das Thema hat Fahrt aufgenommen, kann auch Heinz-Dieter Altevers berichten. So werden Rohrleitungen deutlich schneller als gewöhnlich genehmigt. Die Genehmigungsverfahren haben gewöhnlich mehrere Jahre gedauert, zuletzt nur noch sechs Monate. Bei PSI gehe es aber nicht nur um neue Leitungen, auch bestehende Infrastruktur sei wichtig. Derzeit wird geprüft, ob diese auch für Wasserstoff nutzbar gemacht werden können. Die Zukunft könnte also in der Wasserstofftechnologie liegen.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: PSI)