Radeln nach Zahlen jetzt auch im südlichen Emsland

 

Das beliebte Knotenpunktnetz, mit dem sich Radtouren präzise planen lassen, wird in 2022 emslandweit installiert. Damit ist das „Radeln nach Zahlen“, das sich ursprünglich auf niederländischen Radrouten bewährt hat, nun flächendeckend im Emsland möglich. So natürlich auch im südlichen Emsland. „Unsere Position als beliebteste Radregion Deutschlands ist das Ergebnis langjähriger Investitionen, mit denen hochwertige Radinfrastruktur geschaffen und instandgehalten wurde. Dieser Status wird durch das Knotenpunktnetz weiter gestärkt“, freut sich Landrat Marc-André Burgdorf.

  

Das sogenannte Knotenpunktradeln ermöglicht die Orientierung mit Hilfe fest installierter Schilder und Wegweiser, die sich an jeder Kreuzung und Weggabelung finden. „Wer flexibel und individuell die malerische Emslandschaft auf dem Drahtesel erkunden möchte, wird das Fahrradknotensystem lieben“, betont der Land-rat.

  

Im Rahmen des niedersächsischen Förderprogrammes (NGVFG) und der flächendeckenden Installation des Knotenpunktnetzes im Emsland konnte das bestehende Radwegenetz im südlichen Emsland erweitert und mit Knotenpunkte ausgestattet werden. Die Gesamtkosten für die Erweiterungen und Beschilderungen im südlichen Emsland belaufen sich auf rund 290.000 Euro. Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit einer Förderquote von 60 Prozent. Die Kosten für die Planung des Gemeinschaftsprojekts des Landkreises Emsland und den Städten und Gemeinden des südlichen Emslandes von 80.000 Euro werden über die LEADER Region Südliches Emsland gefördert.

  

Verantwortliche aus Politik und Verwaltung eröffneten am vergangenen Mittwoch (7. September) mit einer vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) begleiteten Fahrradtour offiziell das neue Knotenpunktnetz im südlichen Emsland. „Der Radtourismus boomt im Emsland. Seit Jahren belegt der Landkreis gemeinsam mit dem Osnabrücker Land und der Grafschaft Bentheim den sensationellen ersten Platz in Deutschland“, sagt Burgdorf. „Das Emsland punktet in vielerlei Hinsicht: Gut ausgebaute Wege abseits des Autoverkehrs, eine lückenlose, regelmäßig überprüfte Beschilderung und zahlreiche Service-Angebote machen das Emsland zu einer zugleich spannenden und entspannenden Rad-Region. Wer völlig unbeschwert fietsen will, dem nimmt das Emsland-Koffer-Taxi das Gepäck ab. Die Busse des Emsland RA-Dexpress verkehren während der Radsaison entlang beliebter Strecken an Wochenenden und Feiertagen im Zwei-Stunden-Takt und ermöglichen es so, Touren bei Bedarf abzukürzen. Zudem finden sich überall im Emsland Gastgeber, die ihren Service auf die Bedürfnisse von Rad-Urlaubern zugeschnitten haben“, so Burgdorf.

   

Durch die emslandweite Installation des Knotenpunktnetzes wird das bestehende emsländische Radwegenetz von 2.000 Streckenkilometern um weitere 580 Kilometer erweitert. Passende Radkarten für die emsländischen Teilregionen sind unter anderem auch bei der Gemeinde Geeste erhältlich. Darüber hinaus ermöglicht der Emsland Routenplaner (www.emsland-routenplaner.de) die digitale Planung von Tages- und Mehrtagestouren im Emsland.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: Emsland Tourismus GmbH)