Schwimmhalle Dalum in Zeiten von COVID-19

 

Das Corona-Virus bestimmt aktuell weiterhin das gesamte Leben, sowohl beruflich als auch gesellschaftlich. Zwar wurden einige Maßnahmen in den vergangenen Wochen bereits gelockert und einige Lockerungen folgen in der nächsten Zeit, dennoch leiden weiterhin gerade der Tourismus- und der Freizeitsektor sehr unter den, durch das Virus verursachten, Einschränkungen.

 

Seit Inkrafttreten der Maßnahmen der Landesregierung Mitte März sind alle Freizeiteinrichtungen in Niedersachsen geschlossen. Dazu gehören auch Hallen- und Freibäder. Während Freibäder, laut eines, am 5. Mai veröffentlichten, Fünf-Stufen-Planes der Niedersächsischen Landesregierung, ab dem 25. Mai mit Restriktionen wieder öffnen dürfen, müssen Hallenbäder weiterhin geschlossen bleiben.

  

Dementsprechend steht auch die Schwimmhalle in Dalum, die sonst sowohl für den Schwimmunterricht der Schulen, für das Training des Schwimmvereins Wasserfreunde Dalum e.V. oder für Freizeitsport genutzt wird, seit Mitte März still.

  

Zu Beginn bemerkten die Angestellten noch nicht viel von dem schwindenden Arbeitsaufwand. „Wie in jedem Jahr werden über die Ostertage sämtliche Wartungsarbeiten in der Schwimmhalle durchgeführt“, berichtete Schwimmmeister Kay Kuite. In einem Zeitraum von ungefähr drei bis vier Wochen wurde die Schwimmhalle einmal auf links gedreht. Die Filteranlagen wurden instandgesetzt und die Becken, Umkleiden und Eingangsbereiche von Grund auf gereinigt.

  

Doch nachdem die Wartungsarbeiten abgeschlossen waren, kehrte auch in der Schwimmhalle Ruhe ein. Das Becken wurde nicht wie üblich wieder gefüllt. Erst wenn abzusehen ist wann der Schwimmbetrieb wieder aufgenommen werden darf, soll dies passieren um bis dahin Kosten, insbesondere Heizkosten, zu sparen. Denn durch die Schließung macht die Schwimmhalle und somit die Gemeinde Geeste natürlich auch finanzielle Einbußen, die man so gering wie möglich halten möchte. Die genaue Höhe dieser Einbußen kann derzeit noch nicht beziffert werden.

 

Die drei Schwimmmeister der Schwimmhalle Dalum, befinden sich seitdem die Wartungsarbeiten abgeschlossen sind, in Kurzarbeit. Was fehlt einem Schwimmmeister in dieser schwierigen und ungewohnten Zeit besonders? Mit Sicherheit der Kontakt zu den Stammgästen, das Lachen und die Freude der Kinder, wenn sie im Schwimmunterricht Fortschritte machen, die Trainingseinheiten des Schwimmvereins und die netten Unterhaltungen mit den Schwimmgästen, einfach der gesamte Publikumsverkehr. Gerade in einem Beruf, in dem man beinahe ständig von Menschen umgeben ist, fällt diese Veränderung natürlich besonders schwer.

 

Leider ist auch bislang noch keine Öffnung der Schwimmbäder in Sicht. Erst in der vierten Stufe des Fünf-Stufen-Plans könnten Schwimmbäder wieder geöffnet werden, nähere Informationen, zu wann diese Stufe in Kraft treten soll, sind allerdings noch nicht bekannt. Laut den Weisungen des Niedersächsischen Kultusministeriums ist der Schwimmunterricht an den Schulen bereits bis mindestens zu den Sommerferien ausgesetzt. Auch der Trainingsbetrieb des Schwimmvereins Wasserfreunde Dalum e.V. wurde aufgrund dessen bis auf weiteres eingestellt.

 

Um auf die Wiederöffnung der Schwimmbäder vorbereitet zu sein hat die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) bereits einen Pandemieplan erstellt, in dem es vor allem um Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen in den Duschen, Umkleiden und Schwimmbecken geht. Wann genau dieser jedoch umgesetzt werden kann, liegt in den Händen der Niedersächsischen Landesregierung.

 

Zumindest die Schwimmmeister der Gemeinde Geeste freuen sich bereits darauf, wenn irgendwann wieder Alltag in das Badeleben einkehrt.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: k.A.)