Wahl der Schöffen für die Geschäftsjahre 2024 bis 2028 

 

Wer wollte nicht immer schon einmal im Gericht arbeiten und für Gerechtigkeit sorgen? Dann ist die spannende Position des Schöffen genau das Richtige. Denn Schöffen sind ehrenamtliche Richter in der Strafgerichtsbarkeit. Sie wirken in Strafverfahren bei den Schöffengerichten der Amtsgerichte und bei den Strafkammern der Landgerichte in der Hauptverhandlung mit. Die Schöffen sind unabhängig und haben gleiches Stimmrecht wie die Berufsrichter. Sie urteilen über Schuld oder Unschuld eines Angeklagten und tragen die gleiche Verantwortung für einen Freispruch oder eine Geld- oder Freiheitsstrafe wie die Berufsrichter. Die gesetzlichen Grundlagen sind in §§ 30 ff. Gerichtsverfassungsgesetz (GVG), § 44 Deutsches Richtergesetz (DRiG) zu finden.

  

Eignung und Befähigung zum Schöffenamt

Das Schöffenamt ist ein Ehrenamt. Es kann nur von Deutschen ausgeübt werden. Voraussetzung ist daneben ein Wohnsitz im Bezirk der für die Aufstellung der Vorschlagslisten zuständigen Verwaltungsbehörde. Die Kandidaten müssen zu Beginn der fünf Jahre dauernden Amtsperiode das 25. Lebensjahr vollendet und dürfen das 70. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Vollendet eine Schöffin oder ein Schöffe während der laufenden Amtsperiode das 70. Lebensjahr, dann darf sie oder er noch bis zum Ende der Amtsperiode tätig bleiben.

  
Personen, die infolge eines Richterspruchs keine Fähigkeiten zur Bekleidung öffentlicher Ämter besitzen oder gegen die ein Ermittlungsverfahren mit dieser möglichen Konsequenz geführt wird, der die wegen einer vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt worden sind, dürfen das Schöffenamt nicht ausüben. Ferner sollen bestimmte Berufsgruppen nicht zum Schöffenamt herangezogen werden, insbesondere Berufsrichter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte, Notare, Polizeibeamte und Pfarrer. Schließlich sollen zum Schöffenamt keine Personen berufen werden, die den Anforderungen, die die Tätigkeit als Schöffin oder Schöffe stellt, aus gesundheitlichen Gründen nicht gewachsen sind. Das Gleiche gilt für Menschen, die die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen oder die in Vermögensverfall geraten sind. Für Jugendschöffinnen und Jugendschöffen gilt darüber hinaus, dass sie erzieherisch befähigt und in der Jugenderziehung erfahren sein sollen.

  

Nähere Einzelheiten über die Stellung und Aufgaben der Schöffen können unter dem folgenden Link abgerufen werden:
https://www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de/allgemeines/schoeffen/schoeffen-80362.html

   

Zur Bewerbung für die Schöffenvorschlagslisten kann das Formular der Deutschen Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen Landesverband Niedersachsen/Bremen e.V. genutzt werden. Dieses mit den geforderten Angaben ausfüllen und bis spätestens 31. März an die Gemeinde Geeste, Fachbereich III, Am Rathaus 3, 49744 Geeste (für Bewerbungen als Schöffe im Erwachsenenstrafsachen) oder an das zuständige Jugendamt beim Landkreis Emsland – Fachbereich Jugend – Ordeniederung 1, 49716 Meppen (für Bewerbungen als Jugendschöffe) senden. Auch bei der Gemeinde Geeste, Zimmer A 2 sind Formulare für die Schöffenvorschlagslisten erhältlich.

 

 

 

(Fotos v.o.n.u.: Fotolia_Christian_Schwier)