Weniger ist mehr! 

Die Abstände zwischen den Mäharbeiten in der Gemeinde Geeste werden vergrößert

 

In der letzten Ratssitzung Anfang Juli wurde darüber informiert, dass die Abstände zwischen den einzelnen Mäharbeiten vergrößert werden. Dabei ging es insbesondere um die Grünflächen im Rathauspark im Ortsteil Dalum. Ein angepasster Mähzyklus von Grünflächen, Wegeränder oder Blühflächen in der Gemeinde kann den Erhalt der Artenvielfalt und die lokale Biodiversität unterstützen.

 

Klimatische Entwicklungen spielen bei der Landschaftspflege in der Gemeinde Geeste eine wichtige Rolle. So wurden bei der Frühjahrsaktion „Geeste blüht auf“ gemeinsam mit dem Raiffeisenmarkt in Dalum 2000 Saatguttüten mit einer insektenfreundlichen Mischung verteilt. 

Ein weiterer Baustein ist der jetzt ausgeweitete Mähzyklus. Getreu dem Motto „weniger ist mehr“ ist es das Ziel, den Lebensraum für Schmetterlingen, Bienen und andere Insekten so lange wie möglich zu erhalten. Als richtigen Zeitpunkt für eine Mahd von Streuwiesen und artenreiche Blühstreifen wird der Spätherbst empfohlen. Spät blühende Pflanzen und davon abhängige Tierarten haben so genügend Zeit für ihre Entwicklung.

 

Stehengebliebene Blühstreifen bieten über das gesamte Jahr Deckung und einen Rückzugsraum. Besonders im Winter ist dies wichtig und wertvoll. Insektenlarven und -eier finden sich dabei oft an den oberirdischen Pflanzenteilen und bilden im nächsten Frühjahr eine neue Generation.

 

Um das Grundwasser nicht zu belasten, kommen fast ausschließlich organische Dünger zum Einsatz. Gleichzeitig wird so das Bodenleben nachhaltig aktiviert.

 

 

(Fotos v.o.n.u.: k.A.)