Wissenswertes vom Nachbarrecht Niedersachsen

Tipps für Nachbarn 

Konflikte unter Nachbarn sind etwas, dass man häufig beobachtet oder sogar selbst schon erlebt hat. Gerade in Zeiten eines Lockdowns kann es vermehrt zu Streitigkeiten zwischen Nachbarn kommen. Doch eigentlich ist doch gerade ein konfliktloses Miteinander im Sinne aller Beteiligten. Deshalb sollte man in vielen Fällen versuchen ein Gespräch mit dem Nachbarn zu suchen und eine einvernehmliche Lösung zu finden.

 

Wie genau kann einem das aber gelingen? Was kann man tun, wenn die Pflanzen des Nachbars das eigene Eigentum beeinträchtigen? Wo muss und wo darf ein Grundstück eingefriedigt werden? Wie geht man mit freilaufenden Katzen und lauten Hunden um, wenn diese den eigenen Alltag stören?

 

Auf all diese Fragen gibt die Broschüre „Tipps für Nachbarn – Was Sie vom Nachbarrecht wissen sollten“, die vom Niedersäch-sischen Justizministerium veröffentlicht wurde, die Antwort. Diese Broschüre soll einen ersten Überblick über das Nachbarrecht in Niedersachsen geben und will dazu beitragen, Streit in der Nachbarschaft zu vermeiden.

 

In der Broschüre wird immer wieder betont, dass es sinnvoll ist ein Gespräch mit dem Nachbarn zu suchen, da so viele Konflikte leicht beendet werden können. In manchen Fällen kann ein solches Gespräch jedoch nicht ausreichen. Oft muss man sich an Fachleute wenden, wobei das örtliche Schiedsamt ein guter Anlaufpunkt ist.

 

Ein Schiedsmann/-frau ist eine offizielle, aber außergerichtliche Institution zur Beilegung von gesetzlich festgelegten Privatrechtsstreitigkeiten. Mithilfe eines Schiedsmannes/-frau können Streitigkeiten ohne eine formale Gerichtsverhandlung beigelegt werden.

 

Festzuhalten ist, dass bei einem Streit mit dem Nachbarn ein erstes Gespräch immer sinnvoll ist. In Sonderfällen sollte man sich aber an das örtliche Schiedsamt wenden. Informationen zum Schiedsamt der Gemeinde Geeste sind hier zu finden: Schiedsamt der Gemeinde Geeste

 

 

 

(Fotos v.o.n.u.: Fotolia(c)Thorben Wengert)