Bauturbo und Windkraft zentrale Themen der Bürgerversammlung in Geeste – Bramhar

DGH Bramhar Dorgemeinschaftshaus - Gemeinde Geeste

Rund 50 Einwohner waren der Einladung der Geester Verwaltungsspitze zur Bürgerversammlung im Bramhar gefolgt. Bürgermeister Helmut Höke moderierte die Veranstaltung. Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen des mit 190 Einwohnern kleinsten Ortsteils der Kommune, aber auch Informationen zu generellen kommunalen Themen.

 

Die Haushaltslage der Kommune für 2026 bezeichnete Höke als äußerst solide. Weiterhin gelinge es, eine Vielzahl von Maßnahmen ohne zusätzliche Kreditaufnahme umzusetzen und gleichzeitig Schuldentilgung zu betreiben. Aufgrund sinkender Kinderzahlen könnten derzeit alle Nachfragen nach Kita-Plätzen bedient werden, der Ausbau der Mensen an den vier Grundschulen stehe überdies kurz vor dem Abschluss.

 

Die Erweiterung des Kräuterhofes Bramhar stehe synonym für die positive Entwicklung dieser touristischen Destination. Ähnlich positiv verlaufe derzeit die Gewerbeentwicklung im östlichen Gemeindegebiet.

 

Mit Blick auf ausgefahrene Seitenräume als Folge des strengen Winters bat der Verwaltungschef um Nachricht: „Die Ausbesserungen werden uns noch längere Zeit beschäftigten“, gab er zu bedenken. 

 

In Punkto Bauen verwies Höke nicht nur auf bestehende Baugrundstücke in Bramhar und weiteren Ortsteilen, sondern auch auf die neuen Möglichkeiten des sog. Bauturbo. Dieser erleichtert Bauwilligen seit kurzem das Bauen in zweiter Reihe, die Umnutzung von Gebäuden zu Wohnzwecken oder auch eine Lückenbebauung. Der Neubau im eigenen Garten für sich oder die Kinder, aber auch der Umbau der alten Werkstatt zu Wohnraum, würden damit leichter umsetzbar. „Geeste ist die erste Kommune des Emslands, die die Regelungen des Bauturbos anwendet und sich entsprechende Richtlinien gegeben hat“, fasste er zusammen. Diese böten auch eine Regelung für mehr sozialen Wohnungsbau in der Kommune. Er lud Interessierte dazu ein, sich direkt mit dem Fachbereich Bauen und Planung in Verbindung zu setzen, um die Möglichkeiten des Bauturbos auf eigenen Flächen prüfen zu lassen.

 

Auf großes Interesse stieß ferner der Bericht zum aktuellen Planungsstand des Windparks im Engelbertswald. Dort beabsichtigt der Bremer Projektierer WPD die Errichtung von 14 Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von 263 Metern bis zum Jahr 2028. Anfang 2027 seien Rodungsarbeiten im Engelbertswald geplant, für die über 17 ha Fläche abgeholzt würden, so Höke. Er bedauerte, dass dieser Verlust von Erholungsfläche durch die WPD nicht in Geeste selbst, sondern in umliegenden Kommunen stattfände und bisher auch keine Bürgerbeteiligung am Windpark angeboten werde.

 

Zum Schluss der Veranstaltung dankte er dem Dorfverein und dessen Vorsitzenden Matthias vor dem Brocke für deren unermüdlichen Einsatz für die Dorfgemeinschaft und die hervorragende Pflege des Dorfgemeinschaftshauses „Alte Schule“ Bramhar.