Mobile Retter in Geeste: Schnelle Hilfe, die Leben retten kann

Erste Hilfe mobile Retter - Gemeinde Geeste Beispielbild ai

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Die Gemeinde Geeste macht deshalb auf das Projekt „Mobile Retter“ aufmerksam und möchte qualifizierte Bürger für dieses ehrenamtliche Engagement gewinnen. Das smartphonebasierte Alarmierungssystem ergänzt im Emsland und in der Grafschaft Bentheim den Rettungsdienst: Geschulte Ersthelfer in unmittelbarer Nähe eines Notfalls können frühzeitig helfen und die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte überbrücken.

 

Geht über die Notrufnummer 112 eine Meldung über einen Herz-Kreislauf-Stillstand oder eine bewusstlose Person bei der Leitstelle ein, kann das System mithilfe einer GPS-Abfrage geeignete Helfer in der Umgebung ermitteln. Diese werden parallel zum Rettungsdienst über eine App auf ihrem Smartphone alarmiert. Wer den Einsatz annimmt, wird zum Notfallort navigiert und kann dort bereits mit lebensrettenden Maßnahmen beginnen. Die Mobilen Retter ersetzen den Rettungsdienst nicht, sondern stärken die bestehende Rettungskette.

 

Wie wertvoll dieser Zeitgewinn sein kann, verdeutlichen die Angaben des Landkreises Emsland: Während der Rettungsdienst im Durchschnitt nach neun Minuten eintrifft, können Mobile Retter durchschnittlich bereits nach vier Minuten vor Ort sein. Diese Werte sind keine Zusage für den einzelnen Einsatz. Entscheidend ist, dass durch die räumliche Nähe möglichst früh mit der Wiederbelebung begonnen werden kann.

 

Als Mobile Retter engagieren sich unter anderem Ärzte, Pflegekräfte, Rettungskräfte, Feuerwehrangehörige, Rettungsschwimmer sowie Sanitäter, die zuvor entsprechend trainiert wurden. Im Emsland und in der Grafschaft Bentheim wird die Schulung durch den Malteser Hilfsdienst und das Deutsche Rote Kreuz getragen und durch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft unterstützt. Das gemeinsame Projekt startete offiziell bereits im Januar 2017.

 

Die Gemeinde Geeste lädt Interessierte mit entsprechender Qualifikation ein, sich über die Mitwirkung und die erforderlichen Trainings zu informieren. Jede zusätzliche qualifizierte Person kann dazu beitragen, dass im Notfall schneller Hilfe zur Stelle ist. Informationen zum Projekt und zu regionalen Trainingsterminen finden sich unter www.mobile-retter.de. Weiterhin informiert der Landkreis auf www.emsland.de im Bereich „Notfall und Vorsorge“ unter „Mobile Retter“.