Wasserstoff-Zukunft: Auch Geeste sichert sich Anschluss an das bundesweite Kernnetz
Der Landkreis Emsland und die betroffenen Gemeinden stellen die Weichen für die energetische Transformation: Mit Unterzeichnung des Vertrags mit dem Gasnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) wurde die regionale Anbindung an die Wasserstoff-Transportleitung Nordsee-Ruhr-Link III finalisiert.
Ein zentrales Element dieser Vereinbarung ist die Installation von 13 speziellen Anbindungsstücken (T-Stücke). Geeste gehört dabei zu den Standorten, die gleich mit zwei Standorten (Groß Hesepe und Dalum) direkt von dieser Infrastruktur profitieren werden. Damit sichert sich die Gemeinde frühzeitig den Zugang zum künftigen deutschen Wasserstoffnetz und schafft verlässliche Rahmenbedingungen für die lokale Wirtschaft und künftige Investitionen.
Landrat Marc-André Burgdorf und die OGE-Geschäftsführung betonten die Vorreiterrolle des Emslandes, das bereits 2024 als „Hydrogen Valley of the year“ ausgezeichnet wurde.
Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick:
Infrastruktur: Die 122 km lange Leitung verbindet die Küstenregion mit dem Nordwesten Deutschlands.
Zeitplan: Der Baustart ist für Ende 2026 geplant, die Inbetriebnahme soll 2027 erfolgen.
Standortvorteil: Neben Geeste erhalten Kommunen wie Meppen, Twist und Haren ebenfalls direkte Anschlüsse, um die Dekarbonisierung der Industrie voranzutreiben.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne würdigte das Projekt als entscheidenden Beitrag zur deutschen Versorgungssicherheit. Mit der direkten Netzanbindung positioniert sich Geeste als fester Bestandteil eines der modernsten Energie-Knotenpunkte Deutschlands.
Pressemeldung Landkreis Emsland:
Wirtschaftsfaktor Wasserstoff: Landkreis nimmt Vorreiterrolle ein
Vertragsunterzeichnung über Anbindung an Kernnetz mit Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne